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| Vorstellung einer neuen Therapieform (Phallosan) zur non-invasiven Behandlung der induratio penis plastica (IPP) |
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Einleitung:
Die induratio penis plastica ist eine schwer zu behandelnde Erkrankung des Penis, die mit zunehmendem Schweregrad, einen Geschlechtsverkehr (GV) schmerzhaft oder unmöglich macht. Die genaue Pathogenese der IPP ist bis heute nicht vollständig geklärt. Histopathologische Untersuchungen zeigen, dass eine Störung im Kollagenstoffwechsel eine wichtige Rolle spielen. So wurde eine erhöhte Synthese von Kollagen Typ III beschrieben, die für die Plaquebildung verantwortlich sein könnte [1]. Die operative Behandlung der IPP erzielt nicht bei jedem Patienten
das erwünschte Ergebnis. In den letzten Jahren wurden mehrere nicht operative Therapieformen entwickelt. In einer klinischen Studie wurden 130 Patienten mit Ultraschallwellen (21 Patienten), Verapamil Injektionen (73 Patienten) oder Ultraschallwellen in Kombination mit Verapamil Injektionen (36 Patienten) behandelt [2]. Durch die Ultraschallbehandlung konnten die Plaques bei 11 der 21 Patienten reduziert werden. Obwohl die Autoren die Behandlung mit Ultraschall und Verapamil empfehlen, sind die Ergebnisse der Kombinationstherapie nicht überzeugend. Eine andere Untersuchung konnte
zeigen, dass die Injektion von Betamethasone oder Placebo das Plaquevolumen jeweils bei 40% der untersuchten Patienten reduziert [3]. Somit konnte in dieser Studie lediglich der mechanische Effekt des Injektionsvolumens als eigentlicher Wirkmechanismus identifiziert werden. Diese Untersuchung ermutigte uns, ein komplett non-invasives Verfahren zur Behandlung der IPP zu untersuchen, das im folgenden an einem aktuellen Fall dargestellt werden soll. |
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Kasuistik:
Ein 61 jähriger Patient wurde seit Ende 1999 wegen IPP ohne Erfolg urologisch behandelt. Der Patient stellt sich wegen einer Colitis ulcerosa und einer konstanten Mikrohämaturie regelmäßig zur Kontrolle in der internistischen Ambulanz vor. Aus internistischer Sicht war die Colitis ulcerosa in Remission und die Nierenfunktion normal. Da der Patient sich nicht zu einer Operation zur Behandlung der IPP entscheiden wollte, wurde ihm ein neuartiges non-invasives Therapieverfahren angeboten, das bereits nach wenigen Monaten erstaunliche Erfolge erzielte. Der Patient war an der
Veröffentlichung seines Behandlungserfolges sehr interessiert und gab seine schriftliche Einverständniserklärung zur Veröffentlichung.
Der Patient wurde mit einem Dauerstretch-Glockenkondom (Phallosan) vertraut gemacht. Das Prinzip des Glockenkondoms beruht auf einer kontinuierlichen und sanften Dehnung des Penis (Abbildung 1). Durch eine seitliche Ablenkung kann auf den Penis ein unterschiedlich starker Zug in eine Richtung ausgeübt werden (Abbildung 2). Zur näheren Beschreibung des neuen Produktes sei auf die Anwendungsbroschüre des Herstellers (http://www.phallosan.de) verweisen. Hier werden alle bisher bekannten Gesichtspunkte zum Anlegen und Tragen des Dauerstretch-Glockenkondoms
dargestellt und wichtige Tipps zur hygienischen Anwendung erteilt.
Der Patient wurde nun instruiert das Glockenkondom zunächst 4-5 Stunden täglich zu tragen und den Zug in die Gegenrichtung der Penisverkrümmung auszuüben. Zu Beginn der Behandlung zeigte sich die in Abbildung 3A dargestellte starken Krümmung des Penis. Ein GV war dem Patienten seit Monaten nicht mehr möglich. Nach 14 Wochen Behandlung (tägliche Tragzeit von Phallosan im Durchschnitt 4,5 Stunden (2,5 – 7) war eine Begradigung des Penis eingetreten, die einen GV mit Einschränkungen wieder ermöglichte (Abbildung 3B). Nach weiteren 6 Monaten trat
eine entscheidende Begradigung des Penis ein (Abb. 3C) Der Patient war mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hat bei normaler Sexualfunktion von einer operativen Begradigung des Penis endgültig Abstand genommen. Unter der Therapie mit dem Glockenkondom traten keine Nebenwirkungen auf. Eine selten auftretenden Rötung im Bereich der Eichel konnte mit einem Tag Therapiepause problemlos beherrscht werden. Obwohl der Patient nur noch jeden 2. Tag für 3 bis 4 Stunden das Dauerstretch-Glockenkondom anlegt, hält der Erfolg der Therapie hält bis heute (2 Jahre nach Therapiebeginn)
unverändert an. |
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Zusammenfassung und Ausblick:
Die Behandlung mit dem Dauerstretch-Glockenkondom (Phallosan) stellt eine neuartige und komplett non-invasive Behandlung der IPP dar. Durch eine tägliche mehrstündige Dehnung des Penis und Zug in die der Krümmung entgegengesetzte Richtung kann eine Begradigung und eine Normalisierung der Sexualfunktion erreicht werden. Weitere Studien mit größeren Fallzahlen müssen folgen, um zu untersuchen, ob des Dauerstretch-Glockenkondom auch bei anderen Formen der erektilen Dysfunktion erfolgreich eingesetzt werden kann. Die bisherige Berichte von Diabetikern mit erektiler
Dysfunktion und von querschnittsgelähmten Patienten sind sehr ermutigend. |
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Literatur:
1. Bichler KH, Lahme S, Mattauch W, Petri E: Collagen metabolism in induratio penis plastica (IPP). Urologe A. 1998; 37: 306-11
2. Mirone V, Imbimbo C, Palmieri A, Fuso F: Our experience on the association of a new physical and medical therapy in patients suffering from induratio penis plastica.
Eur Urol. 1999; 36: 327-30
3.Cipollone G, Nicolai M, Mastroprimiano G, Iantoro R, Longeri D, Tenaglia R: Betamethasone versus placebo in Peyronie's disease. Arch Ital Urol Androl. 1998; 70:165-8
Verfasser :
Der Verfasser ist der Phalomed bekannt und wird nach konkreter Anfrage mitgeteilt.
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Abbildung 1:
Gurt mit Dauer-Stretchkondomen (Phallosan) in verschiedenen Größen. |
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Abbildung 2:
Anlegen des Dauer-Stretchkondoms.
Durch Zug wird ein Mini-Vakuum erzeugt, das durch das Glockenkondom gleichmäßig über den gesamten Penis verteilt wird. |
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Begradigung des Penis bei einem Patienten mit IPP.
Das Dauerstretch-Glockenkondom wurde im Durchschnitt
3 Stunden am Tag mit Zug nach rechts (s. Abbildung 2) |
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Ausgangsbefund
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Begradigung des Penis
nach 3 Monaten |
Begradigung des Penis
nach 9 Monaten |
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